{"id":395,"date":"2021-06-18T08:22:46","date_gmt":"2021-06-18T07:22:46","guid":{"rendered":"https:\/\/multiples.parents-to-be.info\/?page_id=395"},"modified":"2023-04-24T21:49:00","modified_gmt":"2023-04-24T20:49:00","slug":"besondere-aspekte-bei-monochorialer-graviditaet","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/multiples.parents-to-be.info\/?page_id=395&lang=de","title":{"rendered":"Ultraschall- und Doppleruntersuchungen bei Mehrlingsschwangerschaften"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\">Mehrlingsschwangerschaften k\u00f6nnen einen Mutterkuchen (Plazenta) teilen und hei\u00dfen monochoriale Mehrlingsschwangerschaften. Die Kinder k\u00f6nnen aber auch separate Plazenten aufweisen und werden dann abh\u00e4ngig von deren Anzahl als dichorial (2 Plazenten) oder trichorial (3 Plazenten) bezeichnet. H\u00f6hergradige Mehrlingsschwangerschaften sind relativ selten. Durch Ultraschall sollen die Eihautverh\u00e4ltnisse zwischen den Kindern vor der 14. Schwangerschaftswoche festgelegt werden. Hat jedes Kind einer Mehrlingsschwangerschaft eine eigene Plazenta, so spricht man von einer di- oder trichorialen Mehrlingsschwangerschaft. Im Ultraschall ist die Eihaut zwischen den Mehrlingen dann dick. Dies ist jedoch nur in der fr\u00fchen Schwangerschaft leicht erkennbar.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ist die trennende Eihaut in dieser fr\u00fchen Zeit bereits d\u00fcnn, so spricht man von einer <strong>monochorialen di- oder triamnialen Mehrlingssschwangerschaft<\/strong>. Ist diese gar nicht vorhanden, so redet man von einer\u00a0<strong>monochorialen monoamnialen Mehrlingssschwangerschaft.\u00a0<\/strong> Diese sind extrem selten und sollten von Beginn an in einem qualifizierten Zentrum behandelt werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In allen monochorialen<span>\u00a0 <\/span>Mehrlingsgravidit\u00e4ten<span>\u00a0 <\/span>teilen sich die Kinder eine Plazenta und sind eineiig. Da monochoriale Mehrlinge in einem kleinen Prozentsatz spezielle Probleme entwickeln k\u00f6nnen, wird empfohlen, alle 2 Wochen ab der vollendeten 16. Schwangerschaftswoche eine Ultraschall- und Doppleruntersuchung durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Alle Mehrlingsschwangerschaften haben ein erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr eine Fr\u00fchgeburt. Unabh\u00e4ngig von den Eihautverh\u00e4ltnissen muss daher bei jeder Mehrlingsschwangerschaft ab der 16. Schwangerschaftswoche und alle 4 Wochen die Zervixl\u00e4nge gemessen werden. Bei verk\u00fcrzter Zervix besteht ein Fr\u00fchgeburtsrisiko. Hierzu k\u00f6nnen Sie mehr<span>\u00a0<\/span>im\u00a0<span style=\"color: #0000ff;\"><a href=\"https:\/\/multiples.parents-to-be.info\/?p=664&amp;lang=de\" style=\"color: #0000ff;\">Kapitel Fr\u00fchgeburt<\/a><\/span>\u00a0weiterlesen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Dichoriale Mehrlingsschwangerschaft<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auch hat jeder Mehrling eine eigene Plazenta, kann es doch so sein, dass sich die Plazentagr\u00f6ssen unterscheiden. Ist die Plazenta eines Mehrlings deutlich kleiner, wachsen die Kinder langsamer und wird die Gewichtsdiskrepanz zwischen beiden Kindern gr\u00f6sser. Wenn der kleinere Mehrling in Doppleruntersuchungen Anzeichen einer Sauerstoffunterversorgung nachweist, muss die Entbindung geplant werden.<\/p>\n<h6><strong>Monochoriale Mehrlingsschwangerschaft<\/strong><\/h6>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Charakteristisch f\u00fcr monochoriale Mehrlingsschwangerschaften ist, dass beide Feten eine gemeinsame Plazenta besitzen und zwischen ihnen Gef\u00e4\u00dfverbindungen bestehen.\u00a0Dies kann, aber muss nicht zu Komplikationen f\u00fchren. Was w\u00e4ren dann die Komplikationen?<\/p>\n<ol>\n<li style=\"font-weight: 400;\">Eine langsame Transfusion von einem (Donor) zu einem anderen Mehrling (Akzeptor) f\u00fchrt zu einem\u00a0<strong>chronischen feto-fetalen Transfusions-Syndrom (FFTS)<\/strong>. Die englische \u00dcbersetzung lautet\u00a0<strong>twin-to-twin transfusion syndrome (TTTS).<\/strong>\u00a0\u00a0Es handelt sich um eine Erkrankung, die meist im zweiten Schwangerschaftsdrittel eintritt und durch Ultraschall erkannt werden kann. Fr\u00fche sonographische Zeichen sind eine Fruchtwasserdiskrepanz, deshalb wird es auch\u00a0<strong>twin oligohydramnious-polyhydramnious sequence (TOPS)\u00a0<\/strong>genannt.\u00a0Bei einem Verdacht sollten Schwangere in ein spezialisiertes Behandlungszentrum \u00fcberwiesen werden, um zu entscheiden, ob eine fetoskopisch gesteuerte Laserver\u00f6dung der verbindenden Gef\u00e4\u00dfe auf der Plazenta erforderlich ist, die dabei hilft, dass die Komplikationsraten der Kinder deutlich sinken.<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">Seltener ist ein\u00a0<strong>subakutes Tranfusionssyndrom<\/strong>, das erst nach der 24. Schwangerschaftswoche auftritt und auch\u00a0<strong>twin anemia-polycythemia sequence (TAPS)<\/strong>\u00a0genannt wird. Dies f\u00fchrt dazu, dass ein Mehrling relativ rasch durch die Plazentaverbindungen Blut zu dem anderen \u201everliert\u201c. Dadurch hat ein Mehrling zu wenig und der andere zu viele rote Blutk\u00f6rperchen.<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">M\u00f6glicherweise k\u00f6nnen auch die Anteile an der Plazenta zwischen den Mehrlingen ungleich verteilt sein. Dadurch w\u00e4chst der Mehrling mit dem kleineren Plazenta-Anteil langsamer und die Diskrepanz im gesch\u00e4tzten Geburtsgewicht wird immer gr\u00f6sser. Dies kann besonders bei monochorialen Mehrlingen ein gr\u00f6sseres Problem werden und verlangt dann die \u00dcberweisung in ein hochspezialisiertes Zentrum.<\/li>\n<\/ol>\n<div>\n<p><span lang=\"DE\">Detailliertere Informationen erhalten Sie auf unseren<\/span><span lang=\"DE\">\u00a0<\/span><span lang=\"DE\" style=\"color: #0000ff;\"><a href=\"https:\/\/multiples.parents-to-be.info\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Ultraschalluntersuchungen-und-Dopplersonographie23042023.pdf\" title=\"https:\/\/multiples.parents-to-be.info\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Information-zu-Lebensstil-und-muetterlicher-Gewichtskontrolle-bei-Schwangeren-mit-Mehrlingen.pdf\" style=\"color: #0000ff;\"><b>Informartionsbogen<\/b><\/a><\/span><strong><span lang=\"DE\">.<\/span><\/strong><span lang=\"DE\"><o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehrlingsschwangerschaften k\u00f6nnen einen Mutterkuchen (Plazenta) teilen und hei\u00dfen monochoriale Mehrlingsschwangerschaften. 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